Kulchhof

Kultivierte Tradition

April 27, 2020
von Claudia
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Nachwuchs im Frühling

Wie jedes Frühjahr beobachten wir die immer runder werdenden Bäuche unserer Muttertiere und warten gespannt auf den Nachwuchs. Schon oft erlebt, jedoch stets wieder aufregend, wenn sich am Morgen das beruhigende Brummen eines Mutterschafes mit dem zarten ‚Määähhh‘ kleiner Lämmchen abwechseln. Die Geburt eines Kalbes verläuft ebenfalls meist nachts im Verborgenen. Nur die eingefallenen Flanken und ein geschwollenes Euter weisen darauf hin, dass das Kleine da ist. Denn richtig „da“ ist es nicht. Gut versteckt im hohen Gras wartet es das Mama vorbei kommt und es trinken kann. Erst nach geraumer Zeit wird es mobiler und läuft mehr und mehr mit der Herde mit.

Bis jetzt haben wir ein süßes Kälbchen und 3 entzückende Lämmer zu vermelden. Es geht also gerade erst los.

März 27, 2020
von Claudia
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Aragon

Unsere Rinderherde (wir halten Rotes Höhenvieh) zählt zur Zeit 11 Tiere.

Im letzten Sommer kamen 5 Kälbchen dazu, sogar ein Zwillingspärchen war dabei! Leider wollte sich die Mutter nur um eins ihrer Kinder kümmern. So holten wir den anderen schon recht entkräfteten kleinen Kerl von der Weide zu uns nach Hause und zogen ihn fortan mit der Flasche groß. Er wurde auf den schönen Namen Aragon getauft und entwickelte sich prächtig. Unsere drei Schafböcke waren eine nette Gesellschaft für ihn. Doch dann kam der Tag, an dem Aragon wieder zur Rinderherde zurück musste. Er war einfach zu groß und frech geworden.

Gefallen hat ihm der Umzug nicht. Er suchte keinen Kontakt zu den anderen Kühen, die ihn durchaus freudig begrüßt hatten. Mit der Zeit lief er zwar mit ihnen mit, aber immer stand er abseits. Auch wurde er zusehends magerer, wir machten uns Sorgen um ihn. Nach Weihnachten fiel dann die Entscheidung: Aragon muss zurück in den Stall! Hier konnten wir ihn besser beobachten und sicher stellen, dass er genug zu Fressen bekommt. Auf trockenem Stroh, täglich gestriegelt und mit einer extra Portion Apfel verwöhnt hat er sich mittlerweile wieder erholt und wartet auf den Frühling und das frische Gras auf der Weide. Ob die Wiedereingliederung dann besser klappen wird?

März 24, 2020
von Claudia
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Schaffe, schaffe ….

unser (nicht mehr ganz so) neues Bauprojekt

Oje, der letzte Bautagebuch-Eintrag ist über ein Jahr her!
Dabei ist doch viel passiert, leider undokumentiert …. warum nur? Schätze, wir waren beschäftigt!

Nach langer Anbahnung und zähen Verhandlungen konnten wir Ende 2018 einen weiteren Hof in Rechtebach erstehen. Er besteht aus einem Wohnhaus, Scheune, Stallungen und zahlreichen Hütten und Verschlägen. Viel Platz also um unsere Bau-und Bastel-Leidenschaft so richtig auszuleben.
Zuerst soll das Wohnhaus hergerichtet werden, die Nebengebäude dienen derzeit vorübergehend als Werkstätten und Lagerräume.

Wie immer unterschätzte die Bauherrenschaft den Umfang eines solchen Projektes, das Etappenziel „Altengerechte Wohnung im EG“ haben wir leider immer noch nicht erreicht. Das Freilegen der alten Substanz nahm mehr Zeit in Anspruch als erwartet, es gab doch noch allerlei zu entrümpeln und zu entsorgen. Leider zeigte sich das Fachwerk stellenweise sehr marode, diverse Bausünden der letzten 70 Jahre machten ihm arg zu schaffen. Immerhin, der Muff, der sich hinter Gipskarton, Tapeten und Vertäfelungen verbarg ist draußen. Der Wiederaufbau mit den schönen Naturbaustoffen Holz und Lehm schreitet voran. Dennoch finden wir immer noch das ein oder andere „Schätzchen“ und halb lachend halb weinend betrachten wir fantasievolle Elektroinstallationen und Bauprovisorien, die diesen Namen nicht einmal verdient haben.

März 23, 2020
von Stefan
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Bärlauchpesto

Im Frühjahr wächst neben vielen anderne leckeren Kräutern wie Vogelmiere, Giersch und Veilchen auch der schmackhafte, gesunde Bärlauch. Daraus lässt sich ein tolles Pesto herstellen:

100g Bärlauch

100g Sonnenblumenkerne (oder alternativ Pinienkerne)

70g italienischer Hartkäse

100 ml Ölivenöl

Salz nach Belieben

Die Zutaten pürieren – und fertig. Super zu Nudeln oder als Brotaufstrich.

März 23, 2020
von Claudia
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März 2020

Liebe Leser,

lange haben wir uns nicht gemeldet! Da wir aber immer wieder feststellen, dass wir große Lust haben diesen Blog mit Inhalt zu füllen, kommt hier ein erneuter Anlauf.

März 2020, ein mehr als ungewöhnlicher März!
Wir sitzen hier inmitten der größten Krise der Bundesrepublik, halten uns von Mitmenschen fern, hoffen, dass unsere Lieben, die nicht bei uns sind, gesund bleiben und beobachten besorgt die Lage da draußen. Steigende Infizierten- und Todeszahlen, eingefrorenes gesellschaftliches Leben, Menschen, die um ihre Existenz fürchten. Wären meine Haare nicht längst grau – spätestens jetzt würden sie es wohl werden.

Und doch, das Leben auf dem Hof geht weiter: die Tiere wollen versorgt werden, Garten und Bäume werden auf die neue Saison vorbereitet.
Wir haben nette Gesellschaft – zu unserer Wohngemeinschaft zählen derzeit 12 Personen. Also gibt es viele helfende Hände, die zupacken und die am Abend ein paar Spielkarten festhalten können 😉

Die zahlreichen Buchungen unserer Ferienwohnung sind alle storniert, Freizeitreisen verboten!
Unserer Aufgabe als kleiner Nahversorger wollen wir uns aber weiterhin stellen, am Wochenende gibt es wie gewohnt frisches Brot und Brötchen.
Ab morgen, Dienstag 23.03.2020, können Kunden Ware bei uns bestellen und von einer kontaktlosen Lieferung profitieren.

Melde mich morgen wieder, gehabt Euch wohl!

Weitere Beiträge

November 24, 2019
von Stefan
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Schwäbische Spätzle

Was wäre die schwäbische Küche ohne Spätzle? Linsen, Spätzle Saitenwürstle – das schwäbische „Nationalgericht“. Kinder essen Spätzle mit Soß. Und auch beim Sonntagsbraten dürfen sie nicht fehlen.

Spätzle können zu Hause entweder geschabt, gehobelt oder gepresst werden. Beim Schaben kommt der Teig auf eine Schabebrett und wird mit einem Messer oder Teigschaber in dünnen Fäden ins kochende Wasser abgestochen, beim Hobel wird der Teig mit dem Wagen über eine gelochte Platte bewegt und kleine, eher rundliche Spätzle fallen ins Wasser.

Das Grundrezept ist für alle Methoden der gleiche:

Zutaten:

je 100g Mehl (wenn zu Hand, Spätzlesmehl oder Wiener Griesel, ansonsten normales Mehl mit 10 g Gries mischen)

1 Ei

Wasser nach Bedarf

Salz

Alle Zutaten gut zu einem zähen Teig verühren. Nach mindestens einer halben Stunde Ruhezeit den Teig nochmal rühren bis er Blasen wirft. Danach je nach Ausstattung in das stark gesalzene Kochwasser schaben, hobeln oder pressen. Wenn die Spätzle aufsteigen, mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen. Man kann sie noch durch einen zweiten Topf mit kochendem Wasser ziehen – so vermeidet man, dass die Spätzle aneinander kleben.

November 26, 2018
von Claudia
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Von ungedeckten Dächern und erstem Schnee

Der Winter war da! Schneesturm, Kälte…


Dass es merklich kälter ist als noch Anfang des Monats, brauchen wir wohl niemandem zu erzählen. Schnee Ende November ist nicht sooooo etwas besonderes. Wohl aber die traurige Tatsache, dass unser Dachprojekt, mit dem wir so schwungvoll im März begonnen hatten, immer noch nicht abgeschlossen ist! Entschuldigungen gibt es viele, die Wahrheit aber ist: wir haben gebummelt! Schließlich dauert der Sommer noch ewig! Leider ein Irrtum, wie uns unsere klammen Finger, mit denen wir mühsam Dachlatten und Dachziegel befestigen, schmerzhaft lehren. Doch Jammern hilft nicht, jetzt müssen wir ran, bevor der Winter ernst macht. Deshalb findet man uns dieser Tage bevorzugt in luftigen Höhen neue Handwerkstechniken ausprobieren. Mutig wagen wir uns ans Bleitreiben, Dachrinnen Löten und andere anspruchsvolle Klempnerarbeiten.

Und zum Glück wird es früh dunkel, so dass sich die Bauleute beizeiten am alten Küchenofen wärmen können.

November 11, 2018
von Stefan
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Ach Du Schreck…

… ein Herbstlamm.

Wo kommt das denn her? Das wissen die Schäfer leider auch nicht so genau, sie hatten doch so gut aufgepasst!

Es ist zu befürchten, dass das nicht das einzige bleibt.

Oktober 31, 2018
von Claudia
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Ein ganz normaler Schaf-Tag

Aus dem Leben eines Schafhalters 😉